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Gemeinde Weisweil
Weisweil wird zum ersten Mal in der Urkunde Karls des Großen von 770 für das Kloster Ebersheim im Elsaß erwähnt. Hier erscheint der Ort an der Spitze von Besitzungen, die auf die Schenkung des Klostergründers Herzog Eticho vom späten 7. Jahruhundert zurückgeführt werden. Nun geht es dem Herrscher darum, daß sie vor dem Zugriff fremder Gewalt geschützt und daß die dort wohnenden Leite nicht zu ungebührlichen Dienstleistungen gezwungen werden. Diese Urkunde gehört allerdings zu einer umfangreichen Gruppe von Dokumenten, die in Ebersheim in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zum Teil auf der Grundlage echter Privilegien gefälscht worden sind; mit ihrer Hilfe versuchte das Kloster damals, seine alte, in die Karolingerzeit zurückgehende Reichsfreiheit und seinen Besitzstand vor dem Eigentumsanspruch des Straßburger Bischofs zu sichern. Zwar gibt sich der Text unserer Urkunde rasch als unecht zu erkennen, da der in ihr genannte Abt Theobald erst in den zwanziger Jahren des 9. Jahrhundert belegt ist und da das Elsaß im Jahre 770 noch nicht zum Herrschaftsbereich Karls des Großen gehörte, sondern seinem Bruder Karlmann unterstand; auch die Aufzählung einzelner Besitzungen ist in karolingischen Schutzprivilegien unüblich und...
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