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Gemeinde Aichwald
1366 erwarb Württemberg von Heinrich Rohrbeck die Ortsherrschaft in Aichschieß. Somit stärkte Württemberg seine Position in den Aichwalder Orten. Mitte des 15. Jahrhunderts erwarb Württemberg von den eigenen Lehnsleuten ? den Herren von Stetten - Krummhardt, die nördliche Dorfhälfte von Lobenrot sowie die südliche Dorfhälfte von Schanbach. Die Herren von Stetten waren in finanzielle Bedrängnis gekommen und waren somit zum Verkauf gezwungen. Anfang des 16. Jahrhunderts musste der letzte Truchsess von Stetten auch noch Aichelberg und die beiden Dorfhälften von Lobenrot und Schanbach veräußern. Der Besitz gelang im Jahre 1507 an Konrad Thumb von Neuburg. Das Reich und insbesondere die Reichsstadt Esslingen versuchten das ganze Spätmittelalter hindurch, den territorialen Aufstieg Württembergs mit allen Mitteln zu verhindern. Immer wieder kam es deshalb zu kriegerischen Auseinandersetzungen, besonders vehement in den beiden Städtekriegen 1378 und 1449, in denen das Reich und Esslingen letztendlich unterlagen. Die im Spannungsfeld zwischen Württemberg und Esslingen gelegenen Dörfer auf dem Schurwald waren in diesem Kampf immer wieder die Leidtragenden: So wurde Aichschieß am 11. September 1449 in Brand gesetzt. Während des gesamten 16. Jahrhunderts befanden sich die Herrschaftsrechte in den Aichwalder Gemeinden bei der ritterschaftlich organisierten Familie Thumb von Neuburg und der Herrschaft Württemberg. 1663 kam Aichelberg dann an die Herren von Holtz, die ihren Besitz 1812 an Württemberg verkauften. Die beiden Dorfhälften von Schanbach und Lobenrot erwarb Württemberg bereits 1664/66 von den thumbischen Erben. So waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts alle Orte des heutigen Aichwalds württembergisch geworden. Damit begann eine neue gemeinsame Entwicklung
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