Home » Deutschland » Thüringen » Arnstadt
Arnstädter Sport- und Freizeitbad am Wollmarkt
BADEN wurde in Arnstadt schon vor mehr als 130 Jahren GROSS geschrieben
Historie: Schon im 18. Jahrhundert badeten Arnstädter Jugendliche in den Teichen vor dem Wachsenburger Tor (was jedoch polizeilich verboten war), welche Anfang des 19. Jh. zugeschüttet wurden. Zwischenzeitlich forderten Ärzte, das Baden aus gesundheitlichen Gründen zu erlauben. Einer der Ärzte war der in Arnstadt geborene Valerius Wilhelm Neubeck, dessen Dissertation von *kalten Waschungen und Bädern als Hauptschutzmittel für die Gesundheit* handelte. Anfang des 19. Jahrhunderts badete man nun im Mühlgraben bzw. in der Gera (das Baden war in Arnstadt immer noch verboten). 1838 eröffnete Herr Dr. med. Friedrich Hartmann in seinem Garten am Mühlgraben ein kleines Dampfbad, welches bis 1842 bestand. 1840 wurde ein kleines Kaltwasserbad im Mühlgraben (nahe Ölmühle) eingeweiht, doch die Badeanstalt wurde 1852 auf Grund sittlicher Bedenken und Baufälligkeit abgerissen. An der Pollmann´schen Mühle (Mühlgraben) wurde im Jahr 1849 durch den Herrenbadeverein ein Bad errichtet, welches aus drei Abteilungen bestand. Durch die Wasserräder der beiden Mühlen entstanden zwei Wellenbäder und außerdem ein Sturz- und Strudelbad, in dem das von der Freischleuse herabströmende Wasser so stark schäumte, dass man es auch das *Champagnerbad* nannte. An der Lohmühle wurde 1853 ein Wellenbad für Damen errichtet. 1886 bildete sich der Schwimmbade-Verein, Initiative Carl Gloeckner, der das Ziel hatte, eine Badeanstalt zu schaffen, die billig ist und zu jeder Jahreszeit zur Verfügung steht.
Die Stadtverwaltung stellte 1893 den Bauplatz am Wollmarktsplatz zur Verfügung. Der Entwurf für den Bau der Schwimmhalle stammte vom Stadtbaumeister Roggenkamp.
Vor über 100 Jahren wurde das Hallenbad eröffnet. Es war 1895 eines der ersten in Deutschland. Zwei zusätzliche Wannenbadzellen wurden im Jahr 1901 eingerichtet.
Der *Arnstädter Schwimmclub* gründete sich 1902, später kam es zur Umbenennung in den *Schwimmverein Arnstadt von 1902 e.V.* Neue Wannenbäder, ein Dampfkastenbad, ein elektrisches Lichtbad und ein Massageraum entstanden 1913. Am 1. April 1923 ging das Bad in die Verwaltung der Stadt über. 1926 folgte der Bau des Freibades und gleichzeitig der Neuausbau des Hallenbades. Schließlich wurde im Jahr 1965 auch eine Sauna eröffnet. Nachdem das Bad im Mai 1997 für mehrjährige Umbauarbeiten geschlossen wurde, folgte die Neueröffnung des modernen Sport- und Freizeitbades im Juni 1999. Im Dezember 2003 wurde der Sauna-Duschbereich umgebaut und so den Ansprüchen der Besucher angepasst. In den Jahren 2005 und 2006 folgten Umgestaltungen in der Sauna zu einem neuen Wellnessbereich.
Ist-Zustand: * Sportbecken mit sechs -Bahnen à 25m
* Lehrschwimmbecken mit einer Wassertiefe von 0,60 bis 1,30 m * Spaßbecken mit Wasserattraktionen * zwei Kinderbecken mit integrierter Rutsche * Whirlpool
* Heißluft-, Bio- und Dampfsaunakabinen * Solarien
* große Liegewiese mit Beachvolleyballplatz und Tischtennisplatte
|
GOLDENE HENNE
Die - Goldene Henne - hatte bereits im Jahre 1608 neben wenigen anderen Brauhöfen auch die Gastgerechtigkeit inne. Gasthäuser waren oftmals auch Logierhäuser, boten also Übernachtungsmöglichkeiten. Bestes Haus am Platze wie es lange Zeit hieß, war die - Henne -, so auch gepriesen in vielen Thüringer Reisebeschreibungen dieser Zeit. Hier übernachten häufig Vertreter aus besseren Kreisen wie z.B. Neidhardt von Gneisenau, der Dichter Willibald Alexis um nur einige zu nennen. Historisch belegt sind auch häufige Aufenthalte der Familie Bach, der Marlitt und von Bechstein in den gemütlichen Schankstuben der - Goldenen Henne -. Auch Vertreter der Politik ließen es sich nicht nehmen im - Besten Haus am platze - Station zu machen. Überliefert ist ein Aufenthalt von Bismarck im Jahre 1850, bei dem er sich - durch ein reichliches Frühmahl von delikaten Schmerlen und einem Boxbeutel von 1811 - hat schmecken lassen. Der Chef der deutschen Postverwaltung, sr. Excelenz der Herr Generalpostmeister Stephan weilte am 11. Juli 1881 einige Stunden im Gasthof - Goldene Henne -. Im Jahre 1865 erfolgte der Anbau des nördlichen Seitenflügels als Speise- und Tanzsaal. In der Zeit Arnstadt´s als Solebad, war die * Goldene Henne * ein von Kurgästen gut besuchtes Haus. Viele gesellschaftliche und private Feierlichkeiten fanden in den Räumlichkeiten... (Historie)
|
Bachstadt ARNSTADT
Unterwegs im mitteldeutschen Arnstadt, gelegen am Fuße des Thüringer Waldes, kann man dem Charme der kleinen Stadt schwer widerstehen. Im Jahr 2004 blickte die ehemalige Residenzstadt auf 1300 Jahre Stadtgeschichte zurück, diese sind durch viele steinerne Zeugnisse und verschiedene Spuren von Historie bei einem Stadtbummel ablesbar. Der Hausturm der Ruine Neideck, Zeuge eines heute zerfallenen Schlosses, grüßt wie ein Leuchtturm von weitem. Auch die Türme der romanisch - gotischen Liebfrauenkirche und der Jakobsturm beherrschen die Stadtsilhouette. Ein Bummel durch die Stadt zeigt schmale Gassen, selbstbewusste Renaissancebauten und wertvolle sakrale Bauwerke. Als Johann Sebastian Bach 1703 in der heute nach ihm benannten Neuen Kirche die Orgel prüfen sollte, war er erst 18 Jahre alt und überzeugte auch mit seinen organistischen Fähigkeiten, dass er sobald eine Festanstellung angeboten bekam.
Die Bedingungen müssen günstig gewesen sein; so ganz in die Fremde kam der Organist auch nicht. In der Oberkirche und der Liebfrauenkirche spielte sein Großonkel Heinrich 51 Jahre lang die Orgel. Christoph Bach, dessen Haus in der Kohlgasse 7 noch steht, war ebenfalls als Musiker in Arnstadt ansässig. In Thüringen war der Familienname Bach als Synonym für Musiker geläufig, so auch in Arnstadt über mehrere Generationen.
Wer in Arnstadt weilt, kann die Spur des jungen Bach allerorten finden: Die Bachkirche zieht zu alljährlichen Konzerten während des...
|
|
|
|